Happy Birthday Kosto!

105 Jahre wäre André Kostolany heute alt geworden. Tips gab er nie, doch so manche richtige Vorhersage hat er gestellt. Legendär ist die aus der NDR Talkshow, als er dem damals gefeierten Mobilcom-Gründer, Gerhard Schmid, der zumindest auf dem Papier mít seiner Aktie vielen zu Reichtum verholfen hatte, immer wieder entgegenschleuderte: „Der Neue Markt ist ein Betrug und es wird irgendwann ein Blutbad geben!“ Gute zwei Jahre später sollte er in fataler Weise Recht bekommen. Erleben durfte er es nicht mehr, denn er verstarb im Alter von 93 Jahren 1999 in Paris. Sein wohl berühmtester Ratschlag mit den Schlaftabletten wird von vielen Experten heute als überholt bezeichnet. Leider wird „Kosto“ hier völlig falsch interpretiert, denn hatte diesen Rat Mitte der 90er Jahre gegeben und es bezog sich nur auf die dann folgenden Jahre. 1997 riet er dann zu Gewinnmitnahmen. Es handelt sich hierbei gar nicht um eines seiner grundsätzlichen Credos. Ich gebe mich jedoch nicht der Illusion hin, diesen Irrglauben noch aus der Welt schaffen zu können. Aber gesagt sein musste es mal.

Was aber würde André Kostolany wohl zur heutigen Situation der Finanzmärkte und der Weltwirtschaft sagen?

Ich bin nicht in allen Punkten sicher, in einem aber schon: Er würde wie ein Rohrspatz auf die Investmentbanker schimpfen. Das hatte er schon 1987 nach dem Börsenkrach getan, als deren Verantwortung noch noch viel weniger im Focus stand, als in der jüngsten Finanzkrise. mehr lesen

Wirklich dunkle Aussichten fürs Gold?

Die Gemeinde der Charttechniker hat das Ende der Goldhausse ausgerufen. Gestern gab es hierzu einen großen Artikel im Handelsblatt. Unter anderem waren dort Wieland Staud und Klaus Deppermann zitiert. Und auch anderweitig waren Kommentare dieser Art bereits zu lesen. Der Kursverlauf sei klassisch für einen nachhaltige Trendwende, lautet der Tenor. Müssen wir uns also von den meinerseits ausgerufenen “konservativen Kurszielen” von 2.000 bis 3.000 US-Dollar pro Feinunze verabschieden? Nein! Diese Artikel zeigen nur, dass die technisch orientierten Gold-Spekulanten zu großen Teilen bereits ausgestiegen sein dürften. Und da vor allem im kurzfristigeren und gehebelten Bereich sehr stark mit Charttechnik gearbeitet wird, bestätigt mich die gestrige Lektüre in meiner Einschätzung, dass eine weitere mögliche Korrektur in diesem Frühjahr weniger stark ausfallen dürfte, als in 2006, 2008 und wahrscheinlich auch als im vergangegen Jahr. mehr lesen

Briten Vorreiter bei Inflationierung

Auf fünf Prozent wird die Inflation in diesem Jahr steigen. Das hat der britische Notenbankgouverneur Mervin King gestern voraus gesagt. Bei über drei Prozent liegt sie bereits. Die Briten machen damit als erstes aller überschuldeten Industrieländer vor, wie Entschuldung via Inflation funktioniert. Der Leitzins liegt derzeit bei 0,5 Prozent und wurde auf der gestrigen Sitzung mit 7:2 Stimmen auch auf diesem Niveau belassen. Das bedeutet bereits mehr als 2,5 Prozent Geldvernichtung pro Jahr für alle, die Ihr Geld kurzfristig angelegt haben, wie beispielsweise auf Sparkonten oder in Geldmarktfonds. Trifft Mervin Kings Prognose ein, läuft es jetzt ruck zuck auf 4,5 Prozent Wertvernichtung hinaus. Das dramatische daran ist, dass diese Zahlen nicht einmal mit Wachstum einhergehen. Denn anstatt eines erwarteten Zuwachses schrumpfte das britische Bruttoinlandsproduckt um 0,5 Prozent im vierten Quartal, wie gestern bekannt geben wurde. Das ehrgeizige Sparpaket der neuen Regierung hinterlässt damit seine Spuren in der britischen Wirtschaft. mehr lesen

Gold bestätigt Saisonmuster

So einfach kann Börse sein. Gold muss man eigentlich immer nur Anfang September kaufen und zum Ende des Jahres wieder verkaufen. Wer dies konsequent gemacht hat, der hätte in den vergangenen neun Jahren extrem gute Gewinne gemacht, abgesehen vom Ausnahmejahr des Lehman-Crashes 2008.
Am Aktienmarkt halte ich die Bedeutung irgendwelcher Saisonphänomene zwar für extrem überbewertet. Gerade dann, wenn mit den entsprechenden Phänomenen argumentiert wird, treffen diese zumeist nicht zu. Erinnert sei nur an die vergangenen beiden Jahre in Bezug auf den September und Oktober. Diese beiden ach so gefährlichen Börsenmonate brachten die besten Gewinne. Beim Gold gibt es womöglich aber einen etwas reelleren Hintergrund. Denn im zweiten Halbjahr heiraten die Inder, bei denen Gold als Aussteuer immer noch eine hohe Bedeutung hat. Indien ist immer noch größter Goldimporteur. Besonders angenehm ist die Tatsache, dass von diesem Saisonzyklus im Gold bisher sonst kein Experte spricht. Mir ist er selbst erst 2009 aufgefallen, als ich die Leser meiner Focus Money Kolumne das erste Mal darauf aufmerksam machte. mehr lesen

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