Abwarten ist jetzt die Devise

Gestern schrieb ich noch in meinem untenstehenden Artikel, man müsse zunächst sehen, inwieweit die Atom-Katastrophe in Japan das Geschehen beeinflusse. Die Frage ist schnell beantwortet worden. Heute Nacht gab es einen förmlichen Crash an der Börse in Tokio. Um knapp 11 Prozent fiel der Nikkei-Index. Ein Super-Gau, der Tokio nuklear verseuchen würde, wäre natürlich eine verheerende Katastrophe für das ganze Land. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt bräuchte wahrscheinlich Jahrzehnte, um sich von diesem Schlag zu erholen. Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte wären gar nicht abzuschätzen. Japan ist bekanntermaßen hoch verschuldet, jedoch ebenfalls großer Gläubiger der USA. mehr lesen

Wie weit geht die Korrektur?

Nach meinen Beiträgen “Wo bleibt die Korrektur?” und „Hat die Korrektur begonnen?“, muss daraus natürlich eine Börsen-Triologie“ werden mit dem folgerichtigen Titel: „Wie weit geht die Korrektur?“ Keine Frage, die Bären wittern Morgenluft. Ist das nun der Einbruch, der am Jahresanfang nicht kommen wollte? Die Antwort lautet: Ja. Die Frage ist eben nur: Wie weit geht die Korrektur, oder ist es der Beginn einer Baisse?
Zunächst muss die Frage beantwortet werden, inwieweit das Erbeben in Japan und die dramatischen Folgen in Bezug auf das Atomkraftwerk Fukushima das Bild beeinflussen. Der DAX ist heute besonders stark eingebrochen, weil er durch die Schwergewichte RWE, E.ON und Münchener Rück nach unten gezogen wird. Spekulative Hausse-Positionen sind durch das Unglück auf jeden Fall schneller aufgelöst worden, als dies sonst zu erwarten gewesen wäre. Doch verändert es die weiteren Aussichten?

Der schon zum Jahresanfang vorhandene kurzfristige Pessimismus, brachte zum Ausdruck, dass die Mehrheit der Börsianer zunächst mit einem Rückschlag gerechnet, ja diesen geradezu herbeigesehnt hatte. mehr lesen

Chartisten sind gute Kontraindikatoren

Wenn die klassischen Charttechniker in großer Mehrheit eine Meinung vertreten, dann kann man fast blind das Gegenteil tun. So zuletzt wieder beim Gold geschehen. Anfang Februar erklärten vier namhafte deutsche Chartisten, der langfristige Trend im Gold sei gebrochen. Die Verluste zum Jahresanfang hatten sie hierzu veranlasst. Der Kursverlauf sei klassisch für eine nachhaltige Trendwende, lautete der Tenor. Tatsächlich war es fast exakt der Tiefpunkt der Korrektur. Die Erwähnung dieser Fehlprognose hat nichts mit Häme oder Hochmut zu tun. Dieser kommt bekanntlich vor dem Fall.
Es ist der aus dem Stimmungsblickwinkel interessante Aspekt, auf den ich hinweisen möchte. Denn dieses Phänomen ist mir schon häufiger aufgefallen, auch an anderen Märkten. Es belegt insofern, dass immer noch sehr viele vor allem kurz- und mittelfristig agierende Anleger offenbar nach diesen klassischen Chartmustern handeln. So war es wohl dann auch Ende Januar und Anfang Februar. Die technisch orientierten Gold-Spekulanten waren offenbar zu großen Teilen bereits aus dem Gold ausgestiegen. Und so ebbte der Verkaufsdruck plötzlich ab. Inzwischen hat die Feinunze um über 100 Dollar zugelegt und neue Allzeit-Hochs markiert. Ein großer Teil des Kursanstiegs dürfte wohl auch durch Rückkäufe von Short-Positionen seitens der Charttechniker ausgelöst worden, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Meine hier am Jahresanfang abgegebene Empfehlung, Gold weiter langfristig zu halten und nur eventuelle Hebel zu reduzieren, war insofern nicht falsch. Seit der Goldwende im Jahr 2001 war das erste Halbjahr von eher schwieriger, was mich zu meiner Vorsicht veranlasste. mehr lesen

Schwellenländer immer besser abgesichert

Der von mir favorisierte Aktienmarkt in Hongkong hat in den vergangenen beiden Handelstagen kräftig zugelegt. Es verwundert mich nicht wirklich. Aus dem antizyklischen Blick war eine solche Gegenbewegung nur logisch, so greifbar war die Aufgabestimmung unter den Anlegern in Bezug auf die Schwellenländer. Lange Zeit war dies anders. Da standen die Buchstaben BRIC (Brasilien, Russland, Indien, China) ganz hoch im Kurs bei Anlegern – egal ob private oder institutionelle. Die Argumente waren einleuchtend und sind es im Grunde noch immer. Das Wachstum in diesen Ländern liegt weit über dem der alten Industrieländer und es ist zudem solider, da der Verschuldungsgrad dieser Volkswirtschaften gering ist. Doch seit schon geraumer Zeit will diese Saat an deren Aktienmärkten nicht aufgehen, insbesondere nicht im Schwellen-Vorzeigeland China, das man im Grunde gar nicht mehr als Schwellenland bezeichnen kann. mehr lesen

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