Wie lange funktionert der Gold-Hedge?

Ja, ich muss zugeben, mit einem solchen Sturz habe nicht gerechnet. Was mir fehlte und nach wie vor fehlt, ist die üblicherweise einem richtigen Crash vorausgehende monetäre Verschlechterung, in der Regel durch Zinserhöhungen. Natürlich ist auch das Ende von Quantitative Easing 2 eine Verschlechterung, jedoch ist dies keine wirklich restriktive Maßnahme und gerade gut einen Monat her. Solche Maßnahmen wirken sich auf die Aktienbörse in der Regel aber erst mit einer Zeitverzögerung von mehreren Monaten aus.
Ganz offenbar gibt, oder wahrscheinlich muss man mittlerweile sagen, gab es sehr viele spekulative gehebelte Engagements im Markt. Ein Teil der Verkäufer von heute sind womöglich auch Spekulanten, die zu früh auf eine Korrektur nach oben gesetzt haben und nun, da diese nicht kommen will, ihre Verluste begrenzen. Die Kommentare in den Zeitungen in der vergangenen Woche waren durchaus so zu interpretieren. Von Panik war hier keine Spur. „Durchhalten“ und „günstige Einstiegsmöglichkeit“ waren die Schlagworte. Dieses Verhalten ist durchaus nachvollziehbar, der Fukushima-Krach hatte gelehrt, dass es auch ganz schnell wieder nach oben gehen kann. Auch ich habe eher diese Parallele gesehen, als die zum Lehman-Crash, die nun in den Köpfen spukt und das erste Mal wohl wirklich für Panik sorgt. Denn die Bewegung ist in ihrem Ausmaß so langsam durchaus vergleichbar, wenngleich gemessen am damaligen Krach durchaus noch Luft nach unten besteht. Jeder Börsianer will natürlich nicht so dumm sein und ein solches Szenario nochmals investiert erleben. Und so liegt es nahe, lieber auf Nummer sicher zu setzen und zu verkaufen. Ich denke, dass ist es, was die Kurse derzeit immer weiter fallen lässt. mehr lesen

Dummheit so weit das Auge reicht!

Wie sagte André Kostolany immer so schön: „Ich gehe so gerne zur Börse, weil ich nirgendwo mehr Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann, als dort“. An diesen Satz muss ich denken, wenn ich sehe, wie die Märkte auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch Standard & Poors von Triple A auf AA+ reagieren. Die Dummheit an sich ist schon, Staatsanleihen von Ländern zu raten, die sich in ihrer eigenen Währung verschulden. Denn solche Staaten können gar nicht pleitegehen, denn sie drucken schließlich das Geld, in dem sie sich verschulden. Und bevor ein solcher Staat den Ausfall erklärt, druckt er das Geld natürlich lieber nach, weil sonst die Kreditwürdigkeit völlig dahinschwindet. Natürlich, das Ergebnis ist später oft eine Inflation, aber das ist insgesamt das kleinere Übel, dass sich für die verantwortlichen Politiker auch mit externen Faktoren erklären lässt, sofern diese beim Eintreten der Inflation überhaupt noch im Amt sind. Meistens folgt diese ja erst Jahre nach Gelddruckexzessen.
Insofern könnte es sinnvoll sein, die Inflationsgefahr einer solchen Währung bzw. einer solchen Politik zu bewerten, nicht aber das nicht vorhandene Ausfallrisiko. Das ist eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes.
Die Reaktion der Märkte auf die Herabstufung der USA ist ebenfalls alles andere als rational. Was fällt sind vor allem die Aktien. Und reflexartig legen Anleihen als sicherer Hafen zu – auch US-Staatsanleihen. Müsste es die aber nicht am härtesten treffen? Schließlich ist hier das Ausfallrisiko ja angeblich gestiegen. Und müssten Bundesanleihen und damit der Bund Future nicht massiv zulegen, weil Investoren ihr Geld aus US-Staatsanleihen abziehen und in eine andere große Währung und hier in die Schuldtitel des vermeintlich sichersten Schuldners investieren dürften? Auch das ist nicht ablesbar, der Bund Future entwickelt sich keinen Deut besser, als die Treasury Bonds.
Nur die schon als Kaufpanik zu beschreibende Goldrallye, die heute Nacht eingesetzt hat, ist, wenn vielleicht auch nicht in diesem Ausmaß, nachvollziehbar. Denn eines wird immer deutlicher. Das Vertrauen in das Papiergeld schwindet- und das zu recht!
Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass jetzt eine Erholung folgt. Denn die herabgesetzte Kreditwürdigkeit der USA ist nun ein „Fait Accompli“, wie die Franzosen sagen – eine vollendete Tatsache also, auf die sich nicht mehr spekulieren lässt. Und vielleicht hat mein Kollege Raimund Brichta in seiner jüngsten Kolumne ja Recht und einige Adressen haben von der kommenden Herabstufung schon vorher gewusst. Das würde die starken Verluste im Vorfeld erklären, zu denen die computergesteuerten Handelsprogramme wahrscheinlich ihren trendverstärkenden Teil beigetragen haben dürften. Wenn dem so ist, dann liegt womöglich das Schlimmste hinter uns.

Letzte Hoffnung QE 3?

Was da in den vergangenen Tagen abgelaufen ist, war schon sehr bemerkenswert und wir dürfen wohl so langsam von einem Crash sprechen. Ohne irgendeinen äußeren Schock, wie Fukushima zuletzt, oder die strauchelnde Investmentbank Bears Stearns zu Beginn der Subprime-Krise 2007 oder die Lehman-Pleite auf ihrem Höhepunkt 2008, sind die großen Aktienmärkte einfach mal in wenigen Tagen um mehr als zehn Prozent abgestürzt. Die als Grund ins Feld geführte Rezessionsangst hätte man auch schon zuvor haben können, denn bereits seit Monaten schwächen sich die Konjunktursignale in den USA ab.
Die Aktienmärkte geben damit ein grausames Bild ab. Seit fast genau Anfang Juli geht es Berg ab und damit exakt seitdem das Quantitative Easing 2 (QE 2) Programm der US-Notenbank Federal Reserve (FED) ausgelaufen ist. Anstatt jeden Monat für frische 60 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen aufzukaufen, werden seitdem nur die Zinserträge und Rückzahlungen aus im Besitzt der FED liegenden Anleihen wieder in Staatsanleihen investiert. Von wirklich restriktiver Geldpolitik kann insofern keine Rede sein, zumal die Leitzinsen in den USA immer noch bei null liegen und dennoch scheinen – zumindest auf den ersten Blick – die Börsen von immer größeren Geldeinschüben seitens der US-Notenbank abhängig zu sein, um überhaupt noch steigen zu können.
Wir befinden uns jetzt in dem Szenario, dass ich an dieser Stelle bereits vor einiger Zeit beschrieben habe, dem unangenehmen Mix aus nachlassender monetärer Stimulierung bei gleichzeitig sich eintrübender Konjunktur- und damit Gewinnentwicklung. Einbrechende Aktienkurse sind die zwangsläufige Folge. mehr lesen

Gold gegen schlechte Euro-Politik

Mit Italien wird nun die nächste „Sau“ durch das Dorf Europa getrieben. Die Zinsen für italienische Staatsanleihen schießen in die Höhe und machen das Problem der Staatsverschuldung von 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nur noch schlimmer, weil seine Refinanzierung damit umso teurer wird. Wenn die neue IWF-Chefin, Christine Lagarde sagt, „die Krise werde von den Märkten befeuert“, wird auch klar wer für sie und die Politik Schuld an der Krise ist: Die Spekulanten.
Das an sich stellt noch kein Drama dar. Spekulanten zählen sicher nicht zu einer besonders schutzbedürftigen Spezies. Das Problem ist nur, dass die Politik so von den eigentlichen Ursachen ablenkt. Denn wären die Schulden Griechenlands, Italiens oder der anderen Peripherie-Staaten nicht in Form von Staatsanleihen handelbar, wäre die Situation keinen Deut anders, eher sogar schlimmer. Zwar ließe sich der Zins der Länder nicht jede Minute ermitteln, jedoch regelmäßig wenn diese Länder sich refinanzieren müssten. Zu diesen Zeitpunkten ließen sich dann mit Sicherheit auch nur zu deutlich höheren Zinsen Geldgeber finden, wenn die Haushaltslage des jeweiligen Staates sich entsprechend unsolide darstellt und eine Rückzahlung fraglich erscheint. Wahrscheinlich wäre die Refinanzierung sogar noch schwieriger, wenn es für die Gläubiger nicht die Möglichkeit gäbe, die Anleihen im Notfall zu verkaufen.
Auch mit der Schelte in Richtung der Ratingagenturen ist nichts zu erreichen und liefert die europäische Politik nur ein weiteres Armutszeugnis. Banken und Versicherung und auch staatliche Institutionen dürfen nur in Anleihen mit entsprechenden Ratings der drei Ratingagenturen Moodys, Standard & Poors sowie Fitch investieren. So sagen es die jeweiligen Regularien. Doch diese Regularien sind von den jeweiligen staatlichen Aufsichtsbehörden gemacht und es liegt in der Hand der Regierungen diese zu ändern. Anstelle von den genannten, könnte ein Rating einer zu schaffenden staatlichen europäischen Ratingagentur verpflichtend werden. Zumindest wäre die Eurozone dann nicht mehr Spielball der privaten angelsächsischen Agenturen.
Das eigentliche Problem wäre dadurch jedoch nicht gelöst und wäre auch bei einträchtigem Handeln der europäischen Regierungen nicht nachhaltig zu lösen. Denn der Euro ist eine Fehlkonstruktion, weil eine Währungsunion ohne politische Union dauerhaft nicht funktionieren kann. Mit einer Vergrößerung des Rettungsschirms oder europäischen Anleihen lässt sich insofern nur Zeit gewinnen, nicht jedoch die das eigentlich Problem darstellenden Wettbewerbsunterschiede ausgleichen.


Quelle: Finanzwoche

Das ist es, was die Märke und ihre Anleger wissen und entsprechend bewerten. Immer mehr von Ihnen sehen Gold als eine der letzten Alternativen, was an den neuen Rekordkursen für die Feinunze erkennbar ist. Und weil Besserung nicht in Sicht ist, dürfte dieser Trend anhalten.

Was derzeit außerdem zuversichtlich stimmt, sind die trotz der Rekordkurse noch keineswegs überhitzten Stimmungsindikatoren und dass wir uns jetzt im zweiten Halbjahr befinden, dass in den vergangenen Jahren für das Edelmetall immer das deutlich bessere war.

Seite 31 von 40« Erste...1020...2930313233...40...Letzte »

Rißes Blog TV

 

Live Erleben & Buchen

  • Zur Zeit keine Termine vorhanden
 
   
 

Kategorien

 
 

Archiv

 
 

Demnächst gibt es hier einen spannenden Blog zum Thema Social Trading +++ Demnächst gibt es hier einen spannenden Blog zum Thema Social Trading