Diese böse Börse

In diesen Tagen zeigt sich wieder, warum nur wenige für die Börsenspekulation gemacht und dabei erfolgreich sind. Die selbsterklärten Gegner des Marktliberalismus die den „Spekulanten“ als Schmarotzer der Gesellschaft geißeln, habe keine Vorstellung davon, wie schwierig dieses Betätigungsfeld eigentlich ist. Das Bild des Spekulanten, der mit großen Summen, die Kurse beliebig beeinflussen kann und so seinen mehr oder minder risikolosen Reibach auf Kosten der Gesellschaft macht, ist eine Mär. Auch Banken wie JP Morgan können mal eben zwei Milliarden Dollar in den Sand setzen, wie wir jetzt gesehen haben.

Der Privatanleger darf dies durchaus als trostreich wahrnehmen, wenn er immer wieder Rückschläge einstecken muss, wie vielleicht auch aktuell. Viele hatten die Jahresanfangsrallye verpasst, und waren dann entweder auf den fahrenden Zug aufgesprungen oder hatten den Rückschlag zum Einstieg genutzt. Im Zuge des jüngsten Kursrutsches werden viele nun die Angst haben, in eine Bullenfalle getappt zu sein. Denn an jeden Tag, an dem die Kurse weiter fallen, wird die eigene optimistische Sichtweise einer harten Nervenprobe unterzogen. Zum einen durch die fallenden Kurse an sich, zum anderen durch die Nachrichten aus Griechenland die sie begleiten. mehr lesen

Fait Accompli Hollande

Auch wenn die Wahl in Frankreich wie erwartet ausgeht, dürfte es zunächst eine Erleichterung für die Märkte sein.

Darf man den Wahlumfragen auch nur ein wenig Glauben schenken, dann ist es mehr oder minder schon jetzt eine vollendete Tatsache, oder wie die Franzosen sagen, ein Fait Accompli dass Francois Hollande am kommenden Sonntag zum nächsten Präsidenten Frankreichs gewählt wird. Daran dürfte auch das dreistündige Fernsehduell nichts mehr ändern. Für die Börse ist es das so oder so spätestens Montagmorgen nach der Wahl ebenfalls. Der Belastungsfaktor, auf den an dieser Stelle mit dem Titel „Stolperstein Frankreich“ bereits vor zehn Wochen hingewiesen wurde, dürfte damit aus dem Weg geräumt sein. Ich gehe davon aus, dass die Börsen danach ihren Aufwärtstrend fortsetzen werden. Darauf zu setzen, und zwar insbesondere auf französische Aktien, die zuvor überproportional verloren haben, könnte eine sehr lohnenswerte Spekulation sein. Schon einmal in meiner „Börsianer-Karriere“ habe ich mit einer Spekulation auf den CAC 40 nach einem von Börsianern befürchteten Wahlsieg der Sozialisten sehr ordentlich profitiert. Das war 1997 und damals waren es die Parlamentswahlen. So wie heute setzte ich darauf, dass politische Börsen bekanntermaßen kurze Beine haben, und dass eine Befürchtung in dem Moment, wo sie Realität wird, an der Börse niemanden mehr interessiert. Die Kurse erholten sich wie erwartet.
Soweit die kurz- bis mittelfristige Börsenaussicht, die bekanntlich einer eigenen, Börsenlaien oft unverständlichen – Logik folgt. mehr lesen

Bilanz & Neuerungen – Performance & Vermögensverwaltung

Als ich mit dem Bloggen begann, war ich mir keineswegs sicher, dass dies ein großer Erfolg werden würde. Das Web 2.0 war für mich völliges Neuland.
Heute – 15 Monate nachdem „Rißes Blog“ an den Start gegangen ist – kann ich eine erste äußert positive Zwischenbilanz ziehen. Nach insgesamt 522 veröffentlichten Artikeln, Kurzkommentaren und Terminen, erfreut sich „Rißes Blog“ über mehr als 40.000 Seitenaufrufe pro Monat und über durchschnittlich mehr als 500 Besucher am Tag. Dafür möchte ich mich bei Ihnen, liebe Leser, herzlich bedanken, wie auch für die weit über 1.000 Kommentare im Bereich Fragen & Antworten und zu den Artikeln.

Diese Zahlen bestärken mich, das Projekt weiterzuführen und weiter zu verbessern, womit ich mit dem für meine regelmäßigen Leser unverkennbaren Re-Design und einigen Neuerungen Rechnung tragen möchte. So wird der Terminbereich zukünftig meine Vortragstermine umfassen und hoffentlich ein häufigeres „Come Together“ mit meinen Lesern ermöglichen. Auch eine Suchfunktion gibt es jetzt zur besseren Orientierung.

Vor ein paar Monaten habe ich hier angekündigt, dass ich zukünftig als Vermögensverwalter tätig sein werde. Nach Abschluss der organisatorischen Vorbereitungen auf Seiten meiner neuen beruflichen Heimat, der HPM Hanseatische Portfoliomanagement GmbH, kann ich nun für Interessierte Vermögensverwaltung anbieten. Dementsprechend gibt es hier die neuen Menüpunkte „Vermögensverwaltung“ und „Meine Performance“ und „Empfohlener Broker“, die Auskunft geben und Einblicke liefern. Die Handelsstrategien finden Interessierte zukünftig unter dem Menüpunkt „Anlagephilosophie“. Der „Langfristige Ausblick“ ist aktualisiert worden.
Ich freue mich auf weitere erfolgreiche Jahre als „Blogger“ und weiterhin spannende Diskussionen mit Ihnen!

Herzliche Grüße

Ihr
Stefan Riße

DAX-Korrektur wie 2009?

Nun ist sie da die Korrektur am Aktienmarkt. Doch wie weit wird sie gehen? Das Jahr 2009 kann Hinweise liefern.

Viele haben die Jahresanfangsrallye an den Aktienbörsen verpasst. Wie konnte man auch ahnen, dass inmitten der Eurokrise der DAX mit einem Gewinn von 21 Prozent den besten Jahresstart seiner Geschichte hinlegt. Dementsprechend haben viele Anleger eine Korrektur herbeigesehnt. Die ist nun da, doch es ist wie es immer ist. Plötzlich sind viele wieder verunsichert. Schließlich gibt es doch schlechte Nachrichten aus der Eurozone in Bezug auf das spanische Staatsdefizit und außerdem Unsicherheit über den nächsten französischen Staatspräsidenten. Der in den Umfragen vorne liegende François Hollande plädiert für Eurobonds und will den Fiskalpakt aufschnüren. Das birgt Ärger mit der Bunderegierung und so stellt sich so mancher Marktteilnehmer die bange Frage, ob die Rallye zum Jahresanfang vielleicht doch nur eine Erholung im Abwärtstrend war, und die Eurokrise wieder Überhandnimmt. Das ist grundsätzlich gut, denn solange es unisono aus den Analystenabteilungen tönt: „Korrektur zum günstigeren Einstieg nutzen“, kann von einer Marktbereinigung nicht die Rede sein. Diese hat erst dann stattgefunden, wenn genug Verunsicherung erkennbar ist. Dann nämlich erst, ist zumindest ein Teil der Aktien von schwachen in starke Hände gewandert.

Was unterscheidet die starken Hände von den schwachen Händen? Unter anderem dass sie begriffen haben, dass die Eurokrise viel weniger mit der Aktienmarkttendenz zu tun hat, als die Mehrheit glaubt. Denn gerade die fulminante Jahresanfangsrallye hätte gar nicht stattfinden dürfen, schließlich war eine Pleite Griechenlands zu diesem Zeitpunkt keineswegs gebannt. In Wirklichkeit stiegen die Aktien so plötzlich an, weil die schwachen Hände ausverkauft hatten, und plötzlich das Angebot verebbte. mehr lesen

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