Jahresausblick 2015

2015 new year signAntizyklisches Handeln hat sich auch 2014 im Grunde wieder als richtig erwiesen. Ein Jubeljahr für die Aktie sollte es werden und Gold wurde nur noch eine magere Zukunft voraus gesagt. Aus Sicht des Euro-Anlegers kam es jedoch anders. In Euro gerechnet legte Gold rund zehn Prozent zu. Der DAX hingegen ist für viele Analysten eine Enttäuschung. Er legte kaum zu und notiert nicht wie prognostiziert deutlich über 10.000 Punkten.

Den größten Irrtum gab es erneut bei den Zinsen. Unisono glaubten alle daran, dass die langfristigen Zinsen 2014 wegen der anziehenden Weltkonjunktur steigen würden. Doch Pustekuchen, aktuell sehen wir neue Rekordtiefs bei den Zinsen europäischer Anleihen. Natürlich konnte niemand erahnen, dass Waldimir Putin und sein Russland die Krim annektieren würden, doch auch in anderen Teilen der Welt, wie beispielsweise China und Brasilien schwächte sich die Konjunktur ab. Von den fünf großen Börsen brachte eigentlich nur die Wall Street ansehnliche Gewinne, vor allem aus Sicht des Euro-Anlegers, der mehr als von den Aktienkurszuwächsen von einer Aufwertung des Dollars profitierte.

Welche Kursentwicklung legen nun die Stimmungsindikatoren für 2015 nahe?
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Gold Renaissance?

GoldDas zweite Halbjahr steht vor der Tür. Zeit also sich mal wieder mit den Edelmetallen zu beschäftigen, insbesondere mit Gold. Denn in den zehn Jahren Bullenmarkt bis September 2011 hatten sich die Aufwärtsschübe überwiegend in der zweiten Jahreshälfte abgespielt. Zufall? Vielleicht. Zehn Jahre haben keine statistische Relevanz. Doch es gibt durchaus logische Gründe dafür, dass es kein reiner Zufall ist.

Einer der wichtigsten Goldnachfrager ist nach wie vor Indien. Das liegt an der langen Tradition, zur Hochzeit vor allem Gold zu verschenken, als Schmuck um die Braut zu zieren, aber auch als Aussteuer. Die Hochzeitssaison beginnt Ende des dritten Quartals. Im Vorfeld kaufen die Inder daher das gelbe Metall. In den vergangen beiden Jahren fiel die Nachfrage eher schwach aus. Das lag an der schwächeren Wirtschaftslage, der deshalb sehr schwachen Landeswährung Rupie und an Einfuhrbeschränkungen. Die mittlerweile abgewählte Regierung wollte damit errreichen, dass die Inder mehr konsumieren und weniger in Gold investieren, das größtenteils importiert werden muss und die Leistungsbilanz stark ins Minus gedrückt hatte. Und dennoch gab es auch 2012 und 2013 zum Beginn des zweiten Halbjahres deutliche Ausbrüche im Goldpreis nach oben. Womöglich setzten Spekulanten am Terminmarkt auf steigende Preise. Weil dann die physische Nachfrage, auf die es letztlich ankommt, aufgrund der schwachen Nachfrage aus Indien aber nicht nachkam, brachen die Preise ein. Dies lässt sich natürlich nicht beweisen, aber es ist eine nicht unwahrscheinliche Erklärung. weiterlesen

Fisch noch Fleisch

Financial MarketsAm Jahresanfang war die Stimmung ganz eindeutig, sowohl für Aktien als auch für Gold und damit wie immer auch für die anderen Edelmetalle insbesondere Silber. Dem menschlichen Herdentrieb entsprechend sollte es so weitergehen wie in 2013. Die Aktien sollten weiter steigen und Gold weiter verlieren. Die Argumente in allen Medien sprachen eindeutig dafür, zumindest für all diejenigen, die nicht verstanden haben, dass an der Börse eben nicht die Nachrichten die Kurse machen, sondern die Kurse die Nachrichten. Und so kam es wie so oft wieder einmal anders.
Vor allem das gelbe Edelmetall versetzte die Anleger ins Staunen. Statt in Richtiung 1.000 US-Dollar pro Feinunze abzudriften, wie sogar die Experten der renommierten Investmentbank Goldman Sachs voraus gesagt hatten, stieg es deutlich an und legte in der Spitze um über 15 Prozent zu. Lange hielt sich zunächst die Skepsis, vor allem bei den Technikern, bis bei 1350 Dollar eine wichtiger technischer Widerstand gebrochen wurde. Damit beschleunigte sich dann der Aufwärtstrend, offenbar gingen die Chartgläubigen dann wieder hinein. Das Ergebnis war voraussehbar. Nach dem kurzen Rausch fehlten neue Käufer und es ging abwärts. Die Verlustbegrenzungen derjenigen die kurz zuvor eingestiegen waren, schickten den Feinunzenpreis noch schneller wieder nach unten als er gestiegen war. Fehlsignal nennen das die Chartisten.
Dennoch liegt Gold immer noch sieben Prozent über seinem Stand am Jahresanfang und hängt die so positiv gesehenen Aktienmärkte damit locker ab. Gemessen am DAX sind sie plus/minus Null. Zwar ging es zunächst noch aufwärts doch dann folgte die Korrektur. Zwischenzeitlich lagen die Verluste bei fünf Prozent, in vielen Schwellenländern haben die Anleger deutlich mehr verloren, und auch in Japan, der Renner-Börse aus 2013 sitzen die Investoren auf Verlusten.

Wie geht es nun weiter aus stimmungstechnischer Sicht. Setzen sich die Trends fort, oder ist es nun Zeit antizyklisch in Aktien einzusteigen und aus Gold noch auszustiegen, weil sich der Bärenmarkt fortsetzt?
Die Situation ist derzeit weder Fisch noch Fleisch. Bei den Edelmetallen hat die jüngste Korrektur noch keine tiefen Spuren im Gemüt der Anleger hinterlassen. Die US-Anlageberater sind aktuell noch zu 70 Prozent optimistisch. Zum Vergleich: Anfang Januar waren dies gerade einmal 32 Prozent. Dennoch gibt es die ersten, die die Frage stellen: „Oder hat Goldman Sachs doch recht?“ Vieles spricht für eine ausgedehntere Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau, also einen Seitwärtstrend.

Consensus Gold

Am Aktienmarkt ist die Situation ähnlich. In den quantitativen Stimmungsindikatoren lässt sich vor allem in den USA nach wie vor hoher Optimismus ablesen. Das liegt sicher auch daran, dass der US-Aktienmarkt einer der besten dieses Jahres ist und sogar leicht über dem Jahresanfang liegt. Geht es an der Wall Street runter, dann ist das anderswo fast immer genauso. Hier ist vor allem zu beachten, dass sich die Stimmung seit vielen Wochen auf hohem Niveau eingependelt hat und sowohl bei den kurzfristig als auch den mittel- bis langfristig agierenden Börsenbriefen neue Rekorde in Sachen Optimismus aufgestellt wurden. Dennoch gibt es auch rege Diskussionen darüber, ob nun bald ein neuer Crash droht. Vergleiche mit 1929 werden gezogen. Das spricht gegen einen scharfen Einbruch. Deutschland sollte bei Verlusten an der Wall Street nicht überproportional verlieren. Hier hat sich die Stimmung bei den Börsenbriefen erheblich abgekühlt und das Put/Call-Ratio zeigt eindeutig, dass die Anleger sich zu großen Teilen abgesichert haben.

Deutsche Börsenbriefepositiv

Wiedererwachtes Edelmetall

NL_goldWer zum Jahreswechsel die Prognosen der Experten zum Gold studiert hat, der konnte eigentlich keinen Pfifferling mehr auf das gelbe Edelmetall setzen. Unisono gab es den großen Abgesang angeführt von so großen Namen wie der Investmentbank Goldman Sachs. Inflation sei nicht in Sicht und die Euro- und Finanzkrise gebannt. Vor diesem Hintergrund gäbe es keinen Grund mehr, auf Gold zu setzen. Als nächstes Kursziel wurden 1.000 US-Dollar pro Feinunze aufgerufen. Doch an der Börse kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt. Jedem Ausbruch nach unten folgten deutliche Erholungen und mittlerweile hat der Goldpreis seinen Abwärtstrend verlassen und mit ihm auch die Goldminenaktien. Er notiert nun wieder über der 200-Tage-Linie, so dass die Charttechniker ins Grübeln über die weitere Zukunft geraten, während die fundamentalen Analysten in der Mehrheit skeptisch bleiben. Das ist gut so, denn die Hausse klettert bekanntlich an einer Mauer der Ängste empor. Die quantitativen Stimmungsindikatoren sind von ihren Tiefs zwar deutlich gestiegen, bewegen sich historisch aber immer noch auf sehr verhaltenem Niveau, so dass auch hier von Euphorie keine Rede sein kann. weiterlesen

Gold-Renaissance?

NL_gold„Nach Golde drängt, am Golde hängt, doch alles“, heißt es in Goethes Faust. In den vergangen sechs Monaten lief es jedoch umgekehrt, da drängte alles raus aus dem Golde mit den bekannten Folgen. Der Preis für eine Feinunze erlebte die größten Kursverluste seit 30 Jahren. Über die Ursachen wird nach wie vor gestritten. Die einen breiten in teilweise abstruse Verschwörungstheorien aus, die anderen – so wie ich – halten es für eine übliche Korrektur, ausgelöst durch die Liquidation gehebelter Positionen am Terminmarkt. Längst nicht immer, aber in diesem Punkt bin ich einig mit Rohstoffexperten Jim Rogers.

Das Verstehen der Vergangenheit ist nicht unwichtig, für den Anleger ist jedoch viel wichtiger, wie es nun weiter geht mit dem Gold. Bietet es immer noch die Sicherheit, die viele Käufer in den zehn Jahren Aufwärtstrend bis September 2011 gesehen haben? Und Sicherheit wogegen eigentlich? Meine Empfehlungen für das Edelmetall, die ich an dieser Stelle zu gewissen Zeitpunkten immer wieder ausgesprochen habe, gründeten sich stets auf die von mir erwartete Inflation. Das Gros der Investmentnachfrage war hingegen getrieben, von der diffusen Angst eines kompletten Zusammenbruchs des Finanzsystems, in der letzten Phase des Goldpreisanstieges insbesondere vor einen Zusammenbruch des Euro-Systems. Die Angst hiervor hat sich verflüchtigt, seitdem der Präsident der Europäischen Zentralbankpräsidenten (EZB) Mario Draghi vor gut einem Jahr erklärt hat, dass der Euro unumkehrbar sei und die EZB alles dafür tun werde, ihn zu verteidigen. Da die Inflation trotz aller Gelddruckaktivitäten bisher auch nicht angesprungen, sondern zuletzt sogar zurückgegangen ist, fehlt auch dieser Antrieb ins Gold zu investieren. Sollte der Anleger es auf dem aktuellen Kursniveau dennoch tun? weiterlesen

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