Jahresausblick 2015

2015 new year signAntizyklisches Handeln hat sich auch 2014 im Grunde wieder als richtig erwiesen. Ein Jubeljahr für die Aktie sollte es werden und Gold wurde nur noch eine magere Zukunft voraus gesagt. Aus Sicht des Euro-Anlegers kam es jedoch anders. In Euro gerechnet legte Gold rund zehn Prozent zu. Der DAX hingegen ist für viele Analysten eine Enttäuschung. Er legte kaum zu und notiert nicht wie prognostiziert deutlich über 10.000 Punkten.

Den größten Irrtum gab es erneut bei den Zinsen. Unisono glaubten alle daran, dass die langfristigen Zinsen 2014 wegen der anziehenden Weltkonjunktur steigen würden. Doch Pustekuchen, aktuell sehen wir neue Rekordtiefs bei den Zinsen europäischer Anleihen. Natürlich konnte niemand erahnen, dass Waldimir Putin und sein Russland die Krim annektieren würden, doch auch in anderen Teilen der Welt, wie beispielsweise China und Brasilien schwächte sich die Konjunktur ab. Von den fünf großen Börsen brachte eigentlich nur die Wall Street ansehnliche Gewinne, vor allem aus Sicht des Euro-Anlegers, der mehr als von den Aktienkurszuwächsen von einer Aufwertung des Dollars profitierte.

Welche Kursentwicklung legen nun die Stimmungsindikatoren für 2015 nahe?
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Jahresendrallye?

BulleundBär“Die Börse ist keine Einbahnstraße”, lautet die wohl unumstrittenste Börsenweisheit. An der Wall Street konnte man in den vergangen Tagen allerdings den Eindruck bekommen, dass selbst diese Börsenweisheit angezweifelt werden muss. Selbst wenn die Vorgaben der anderen Börsen negativ waren, was sich auch in den Preisen der Terminkontrakte auf die wichtigsten US-Indizes zuvor ablesen ließ, konnten die Verluste fast immer in der regulären Börsensitzung an der Wall Street wieder wett gemacht werden. Kurzum, es tut sich derzeit der Eindruck auf, als wenn die Wall Street nach unten abgesichert wäre.

Es stellt sich daher zwangsläufig die Frage, ob wir uns bereits in einer Jahresendrallye befinden und man den Zug nicht verpassen sollte. Was die Geldpolitik betrifft, so liegen die Tatsachen auf dem Tisch. Die Federal Reserve (FED) in den USA fährt die Anleihekäufe auf Null runter. Die Europäische Zentralbank (EZB) kauft den Banken faule Kredite ab, und die Bank of Japan gibt Vollgas. An den geldpolitischen Fakten dürfte sich bis zum Jahresende auch nichts mehr ändern. Auch die von der EZB erhofften Staatanleihekäufe sollten nicht mehr in diesem Jahr beginnen. weiterlesen

Hurra, frisches Geld!

Geldwelle-300x225Das war ein Paukenschlag. Die Bank of Japan (BoJ) wird die Geldbasis nicht wie bisher geplant um 50 Billionen, sondern um 80 Billionen jährlich steigern. Damit wird sie zukünftig alle neu ausgegebenen Staatsanleihen kaufen, was nichts anderes heißt, als das alle neue Schulden, die der japanische Staat macht, zukünftig mit frisch gedrucktem Geld finanziert werden. Und wie reagieren die Finanzmärkte darauf? Sie jubeln. Rund um den Globus stiegen die Aktienmärkte, der Dollar stieg weiter und Gold fiel auf ein Mehrjahrestief. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte einige Tage später nach und unterstrich nochmals ihre Bereitschaft zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Krise war gestern. Die Notenbanken lösen das Problem. Das ist der Konsens, auf den man sich geeinigt hat. weiterlesen

Der vorausgesagte Crash

BörsenbärMoment, war da nicht was? Waren Aktien nicht alternativlos wegen des Tiefzinsumfeldes? Doch aktuell will die alternativlosen Aktien, die doch schon lange mehr Rendite bringen als 10-jährige Bundesanleihen, niemand mehr haben, zumindest nicht zu den Preisen, die noch vor drei Wochen bezahlt wurden. Was ist passiert? Hat das Ebola-Virus die Wirtschaftsaussichten so verändert, dass eine Neubewertung der Lage notwendig geworden ist? Oder ist es der Krieg des Islamischen Staates? Aus deutscher Sicht könnte man noch den schwachen Ifo-Geschäftsklimaindex und den schwachen ZEW-Index anführen. Doch der scharfe Einbruch, der den DAX auf das Niveau seines alten Rekordes von gut 8.000 Punkten befördert hat, ging von der Wall Street aus.

Auf der anderen Seite des großen Teiches läuft die Konjunktur aber eigentlich rund, einziger Belastungsfaktor ist das Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Federal Reserve (FED). Doch das war keine Überraschung, sondern schon seit viel Monaten bekannt und die Europäische Zentralbank (EZB) will sogar richtig Gas geben. Warum also diese starken Verluste?
Wie bemüht die Börsenkommentatoren auch nach vernünftigen fundamentalen Gründen suchen mögen, es gibt sie nicht. Die Belastungsfaktoren wie der Ukraine-Konflikt und seine wirtschaftlichen Folgen sind bereits seit langer Zeit bekannt. Und Ebola lässt sich nicht allen Ernstes als Grund konstruieren. weiterlesen

German Aktien Angst

Financial MarketsSieht man sich den DAX-Chart der vergangen drei Jahre an, dann würde man daraus wohl schließen, dass an der Börse Champagnerlaune herrscht. Eigentlich galt die Marke von rund 8.000 Punkten als magische Grenze, die der deutsche Leitindex DAX nicht nachhaltig überschreiten kann, war er hieran doch schließlich zwei Mal gescheitert, das erste Mal im Jahr 2000 und dann nochmals 2007. Im vergangen Jahr war es dann aber so weit. Nach einem Abprallen nahm er die Marke dann im Sturm und erreichte in diesem Jahr dann auch die 10.000 Punkte. Von Euphorie kann jedoch keine Rede sein. Mit der Situation während des Internethypes hat die aktuelle Lage gar nichts zu tun. Damals wurde Spekulieren zum Volkssport. Eine Neuemission jagte die andere. Und mag es an der Wall Street und auch anderswo schon wieder Megamissionen geben und große Phantasiestorys gehandelt werden, hierzulande ist davon nichts zu erkennen. Die Zahl der Aktionäre geht immer weiter zurück, Neuemissionen gibt es erst jetzt wieder die eine oder andere und es mangelt nicht an warnenden Stimmen vor zu hohen Kursen. Fazit: Die breite Bevölkerung bleibt trotz Rekordkursen Aktienabstinent.
Wie sieht es aber mit den verbliebenen Aktienanlegern aus, den privaten aber vor allem auch den institutionellen, die am Markt aktiv sind? Auch hier dominiert die Vorsicht. Etwas Euphorie hat es allenfalls mal zum Jahreswechsel gegeben, seit der Ukraine-Krise und den ersten Rückschlägen bleiben die Profis aber in Deckung. Schön ablesbar ist dies im Put/Call-Ratio. Die Anzahl der zur Absicherung häufig verwendeten und auch als Verkaufsoptionen bezeichneten Puts lag in den vergangen Wochen im Verhältnis zu den auch als Kaufoptionen bezeichneten Calls weit über dem üblichen Durchschnitt. Auch an der Stimmung der Börsenbriefe lässt sich seit Monaten diese Skepsis erkennen.

PutCall-Ratio Deutschland

Deutsche Börsenbriefepositiv

Um es auf den Punkt zu bringen: Gäbe es nur die deutsche Börse, so müsste man ohne Wenn und Aber auch auf diesem Kursniveau zu Aktienkäufen raten. Natürlich hat sich die Situation durch die Ukraine-Krise eingetrübt und wird die Gewinnphantasie hierdurch weiter limitiert, Aktien sind aber noch immer spotbillig, vergleicht man sie mit der Verzinsung selbst zehnjähriger Anleihen.
Nur ist Deutschland keine einsame Insel. An der Wall Street gibt es durchaus harte Verkaufssignale von der Stimmungsseite. Und weil die Deutschen mit Aktien nicht viel anfangen können, werden diese traditionell zu hohen Anteilen von angelsächsischen Anlegern gehalten. Geht es dort abwärts, drücken sie dann auch bei deutschen Aktien auf den Verkaufsknopf. Da hilft dann die Unterinvestierung der heimischen Anleger wenig. Eine Korrektur an der Wall Street abzuwarten und dann beherzt in Deutschland einsteigen, könnte daher das richtige Konzept sein.

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