Verluste nach Eurex-Verfall oder Briefseite leer?

Der DAX zieht so klammheimlich weiter davon und dürfte immer mehr Investoren nun Kopfzerbrechen bereiten. Die Umsätze sind gering, was gut ist, entgegen der allgemeingültigen Annahme. Denn es bedeutet schlichtweg, dass nur wenige Papiere von starken in schwächere Hände wechseln. Was die Sentiments betrifft, so ist die von Sentix gemessene kurzfristige Stimmung weiter leicht angestiegen, doch auch hier sind wir noch immer unter den Niveaus vom Januar und weit von Warnsignalen entfernt. Etwas anders sieht es beim Hulbert Stock Newsletter Sentiment Index aus. Dieser ist am Freitag auf nun 53,1 Prozent geklettert. Doch auch hier gab es bereits Anfang Februar noch höhere Werte. Die richtige Korrektur setzte dann aber erst ab Mai ein. Und es lässt sich auch keineswegs der durchgängige und von mir zu diesem Zeitpunkt zu wenig beachtete allgemeine Optimismus feststellen, wie wir ihn am Jahresanfang erlebt haben. Erinnert sei an die 8.000er Prognose von Dirk Müller, der aktuell immer noch sehr verhalten ist. Robert Landgraf hingegen schreibt im Handelsblatt von Blasenbildung und allgemein wird kommentiert, dass nicht nachvollziehbar sei, dass die Aktien steigen würde – rein liquiditätsgetrieben eben sei die Börse. Auch auf die Gefahr hin, dass dies ein wenig arrogant klingt, aber wer so argumentiert, versteht die Börse nicht. Sie ist immer liquiditätsgetrieben, ohne Liquidität geht es nicht. China liefert derzeit doch den besten Beweis. Hier gibt es tatsächlich fundamentale Gründe für Aktienkäufe, doch der Shanghai Composite notiert mittlerweile so tief wie seit 2009 nicht mehr, weil die vorherige Phase restriktiver Geldpolitik noch immer nachwirkt. Man kann gespannt sein, ob es heute, einen Tag nach dem kleinen Verfall am Freitag wie häufiger in der Vergangenheit, erst einmal nach unten geht, oder die Briefseite nun völlig leer ist und es weiter nach oben zieht. So oder so rechne ich mittelfristig mit weiter anziehenden Kursen. Es gibt durchaus auch Konjunktursignale aus denen sich Honig saugen lässt, wenn die Kurse weiter anziehen, weil ihnen viele hinterherlaufen müssen. Ob sich dies dann später als fundamental gerechtfertigt erweist, ist dann neu zu beurteilen.

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